25 Kilo Schafwolle

Vergangenes Wochenende haben wir unsere Wolle vom Schfwollzentrum Regensburger im Ötztal abgeholt. Hier haben wir berichtet, wie wir sie hingefahren haben.

Aus den 50 Kilo schmutziger Wolle sind 25 Kilo feinste, saubere, duftende, weiche Wolle geworden. Die Abholung haben wir mit einem Kurzurlaub verbunden und bei schönstem Wetter das Ötztal genossen. Dabei haben wir noch einer „Schafrückführung“ beigewohnt und ein Freiluftmuseum für Flachsherstellung besichtigt.

Nun kann die Einrichtung der Wollwerkstatt weiter vorangehen! Die Wolle verkaufen wir übrigens demnächst auch im Hofladen und im Internet. Sie ist hervorragend zum Filzen und auch zum Spinnen geeignet. Die Wolle stammt von unseren Bergschafen, die Farbe ist hellbraun, sie ist im Vlies kardiert. Das Kilo kostet 15 Euro. http://klostergut-schlehdorf.de/oekologisch/hofladen/

 

Wollwaschung

Heute haben wir einen ganzen Schwung Wolle gewaschen. Mit Regenwasser und einem speziallen Waschmittel klappte das ganz prima. Für die Trocknung fand ich im allten Kuhstall große Gitterrahmen. Ob das früher eine Vogelvoliere der Klosterschwestern war oder die Eichhörnchen-Aufzuchtstation, die eine Zeitlang bei uns war, darüber scheiden sich die Geister. Mir ist´s egal, Hauptsache die Wolle konnte bei bestem Wetter auf diesen großen Gitterrahmen gut trocknen.

Schafschur

Schnell noch vor Sylkes und Saros Urlaub kam am Samstag um 8 Uhr der Schafscherer. Die Schafe hatten Sylke und Saro bereits um 6 Uhr morgens aus dem Stall in einen ausgeliehenen Hänger umquartiert, denn die Schur geht besser, wenn die Schafe aufgewärmt sind. So waren sie auch schon darauf vorbereitet, dass heute kein normaler Schaftag sein wird. Für Saro und unsere Landwirtschafts-Azubine Rita war so eine Schafschur ja nichts neues; aber Aaron, unsere Wochenpraktikantin und ich waren das erste Mal dabei. Und ich war erstaunt, wie ruhig die Schafe waren. Natürlich kennen sie uns, sind sehr zutraulich und das Ganze ist keine stressige Massenabfertigung, sondern sorgfältige Handarbeit. Zappelig sind sie nur, wenn sie in die ungewohnte Sitzposition müssen. Anschliessend macht es den Eindruck, dass sie es geniessen, die schwere Last loszuwerden. Unser Schafscherer geht aber auch nicht nur sehr professionell sondern auch sehr rücksichtsvoll ans Werk. Und nach 5 Minuten sind die dicken Wollpakete schlanke Tiere. Zurück in ihrem Stall beschnuppern sie sich erstmal ausgiebig und erzählen sich von ihrem Erlebnis. Dann dürfen sie in die warme Frühlingssonne auf die Weide. Und wir freuen uns über so viel schöne Wolle! Danke, liebe Schafe!