Textilmuseum Augsburg

Am Sonntag war ich mit meinem Mann im Textilmuseum Augsburg – da wollte ich schon länger mal hin. Von München in einer halben Stunde mit dem Zug und noch ein paar Stationen mit der S-Bahn und schon waren wir dort. Augsburg war ja eine der bedeutensten Textilstandorte. Aber wie in ganz Deutschland ging es nach einer kurzen Wiederbelebung in den 50er Jahren dann endgültig bergab. Auf dem Gelände stehen noch einige alte Gebäude, das meiste wurde schon vor Jahren abgerissen. Nun entsteht hier ein neuer Stadtteil mit modernen Häuserwürfeln und schicken Wohnungen und Geschäften. Das Textilmuseum ist in einem alten und sehr schön renovierten Industriegebäude untergebracht. Inhaltlich widmet sich das Museum dem gesamten textilem Spektrum mit Schwerpunkt auf die Textilgeschichte von Augsburg. Wir hatten das Glück, an einer Maschinenvorführung teilnehmen zu können, bei der uns alle Web- und Strickmaschinen erklärt und vorgeführt wurden. Ein Museumsshop und ein Cafe runden den Museumsbesuch ab. Dazu gibt es spannende wechselnde Ausstellungen. Mich hat es sehr inspiriert! Besonders gefreut hat mich, dass ich endlich eine alte Kardiermaschine sehen durfte – mit echten Disteln!

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75 Kilo Merinowolle

Heute war ich mit der wollbegeisterten Franziska auf dem Schafhof Schleich in Kirchstockach. Dort begrüßten uns die Schafzüchter Schleich und 350 Merionoschafe. Der große, helle, gut belüftete Stall hat mich nachhaltig beeindruckt. Darin die gepflegten, propperen Schafe und einige ganz junge Lämmer, alle auf frischem, duftigem Einstreu – ein echter Vorzeigehof! Die Schafe werden alle 8 Monate geschoren und die Wolle verkauft. Wir packten 75 Kilo in Franziskas Auto und sie fuhr direkt ins Ötztal, um die Wolle dort beim Regensburger waschen und kardieren zu lassen. Bei der Verabschiedung von den Schleichs versprach ich ein Foto, wenn wir die Wolle verarbeitet haben. Beide freuten sich ganz herzlich und mir fiel abends auf, dass sie ja nie wissen, was mit der Wolle ihrer Schafe passiert, wohin sie kommt und was daraus wird. Franziska und ich freuen uns, wenn wir die saubere, fluffige Wolle beim Regensburger wieder abholen können und auf das Färben und Spinnen damit!